Banken Forderungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die grösste Gefahr fürs Klima – unser Geld. Weshalb die «achso kleine Schweiz» tatsächlich gar nicht so klein ist
 
Die grösste Gefahr fürs Klima – unser Geld. Weshalb die «achso kleine Schweiz» tatsächlich gar nicht so klein ist
  
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Finanzinstitute, die diese Forderungen nicht umsetzen, kommen auf die schwarze Liste der Klimaaktivist*innen.
 
Finanzinstitute, die diese Forderungen nicht umsetzen, kommen auf die schwarze Liste der Klimaaktivist*innen.
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Aktuelle Version vom 6. Januar 2020, 17:34 Uhr

"SNB raus aus fossiler Energie!" vor der Schweizerischen Nationalbank auf dem Bundesplatz in Bern anlässlich der Grosskundgebung vom 28. September 2019
Klimademo Bern vor der Credit Suisse anlässlich der Grosskundgebung vom 28. September 2019

Die grösste Gefahr fürs Klima – unser Geld. Weshalb die «achso kleine Schweiz» tatsächlich gar nicht so klein ist

Fakten zum Schweizer Finanzplatz

Der Schweizer Finanzplatz (Banken, Schweizerische Nationalbank, Pensionskassen, Versicherungen, unabhängige Vermögensverwaltungen und Stiftungen) unterstützt durch seine Finanzierungen von und Investitionen (in) klimaschädliche Projekte laut einer Studie des BAFU eine Erderwärmung von 4-6 Grad[1]. Denn mit den den über 7'000 Milliarden Schweizer Franken, die hierzulande verwaltet werden (damit ist die Schweiz die grösste Vermögensverwalterin weltweit)[2], finanzieren und investieren die Schweizer Finanzistitute (in) umweltschädliche Projekte und Unternehmen und heizen dadurch die Klimakrise in hohem Masse weiter an.

So haben alleine die beiden Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS von 2015-2017 12.3 Milliarden US-Dollar für Unternehmen bereitgestellt, die extreme fossile Brennstoffe (besonders dreckige) nutzbar machen. Pro Kopf entspricht dieses klimaschädliche Engagement 2470 US-Dollar[3]. Das ist mehr als jedes andere europäische Land!

Dadurch wird Artikel 2c das Pariser Klimaabkommen klar verletzt: Dieser verlangt, dass “Finanzströme in Einklang mit einem Weg zu tiefen Treibhausgasemissionen und klimaresistenter Entwicklung zu bringen" sind. Jedoch gibt weder die Politik dem Schweizer Finanzplatz klare Vorschriften und Standards bezüglich nachhaltigen Investitionen und Finanzierungen, noch steigen die Schweizer Finanzinstitute  selbständig genügend schnell aus fossilen Energien und weiteren umweltschädlichen Projekten aus.

Ausarbeitung

Aus diesem Grund hat sich eine Gruppe zusammengetan und Forderungen mithilfe von Finanzexpert*innen von Umweltverbänden ausgearbeitet. Diese Forderungen wurden am 4. nationalen Treffen im Konsens angenommen.

1. Banken Forderung

Wir fordern von Bundesrat und Parlament klare Vorschriften und Standards bezüglich nachhaltiger  Investitionen und Finanzierungen für Schweizer Finanzinstitute (Banken, Schweizerische Nationalbank, Pensionskassen, Versicherungen, unabhängige Vermögensverwaltungen und Stiftungen).

  • Bis zur Frühlingssession 2020 einen umfassenden Plan des Bundes.

2. Banken Forderung

Wir fordern transparente Veröffentlichungen der Finanzflüsse (Finanzierungen, Investitionen und Versicherungsdienstleistungen) der Schweizer Finanzinstitute ab dem Jahr 2020.

3. Banken Forderung

Wir fordern eine kontinuierliche Reduktion der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen des Schweizer Finanzplatzes auf Netto 0 bis 2030 insbesondere den Stopp von Finanzierungen, Investitionen und Versicherungsdienstleistungen  fossiler Energien. 

  • Ab sofort keine neuen Investitionen, Kredite und Versicherungsdienstleistungen für Projekten und Unternehmen, die in fossile Energien aktiv sind! Das betrifft unter anderem Kohleunternehmen, die Teersandbranche, Erdgas und Öl.  
  • Die Finanzinstitute sollen bis Ende Jahr 2019 klare Pläne mit konkreten Zielen und Massnahmen vorlegen, wie sie ihre Finanzflüsse (Kredite, Investitionen und Versicherungsdienstleistungen) bis 2030 auf Netto 0 bringen. 
  • Wir fordern ein verpflichtendes Versprechen zu Netto 0 bis 2030 bis zum COP 25 im Dezember 2019. 

Die schwarze Liste

Finanzinstitute, die diese Forderungen nicht umsetzen, kommen auf die schwarze Liste der Klimaaktivist*innen.

Einzelnachweise

  1. Kohlenstoffrisiken für den Finanzplatz Schweiz, BAFU 2015
  2. Finanzplatz in Zahlen, 2018
  3. Schweizer Banken am Ende des fossilen Zeitalters, Greenpeace 2017