Climateactionplan: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Projekt “Climate action plan” (CAP) wurde vom Klimastreik initiiert. Das Projekt setzt sich zum Ziel die nötigen konkreten politischen und gesellschaftlichen Klimaschutzmaßnahmen zusammen mit Expert*innen und der Bevölkerung ausarbeiten. Dabei sollen auch speziell die von den Massnahmen und Auswirkungen der Krise Betroffenen miteinbezogen werden.
 
Das Projekt “Climate action plan” (CAP) wurde vom Klimastreik initiiert. Das Projekt setzt sich zum Ziel die nötigen konkreten politischen und gesellschaftlichen Klimaschutzmaßnahmen zusammen mit Expert*innen und der Bevölkerung ausarbeiten. Dabei sollen auch speziell die von den Massnahmen und Auswirkungen der Krise Betroffenen miteinbezogen werden.
  

Version vom 11. Dezember 2019, 16:33 Uhr

Einführung

Logo des Klimaaktionsplans

Das Projekt “Climate action plan” (CAP) wurde vom Klimastreik initiiert. Das Projekt setzt sich zum Ziel die nötigen konkreten politischen und gesellschaftlichen Klimaschutzmaßnahmen zusammen mit Expert*innen und der Bevölkerung ausarbeiten. Dabei sollen auch speziell die von den Massnahmen und Auswirkungen der Krise Betroffenen miteinbezogen werden.

Der Prozess der Ausarbeitung soll möglichst öffentlich geschehen und auch einen grossen Diskurs über die nötige Reaktion auf die Klimakrise in Gang auslösen.

Dabei sollen die resultierenden Massnahmen nicht automatisch zu Forderungen des Klimastreiks werden. Sie sollen vielmehr einen Weg aus der Krise aufzeigen, zeigen, dass entsprechende Lösungen existieren und einen Diskurs um konkrete politische und gesamtgesellschaftliche Massnahmen lancieren.

Der Klima-Aktionsplan beinhaltet konkrete Maßnahmen und zeigt auf, wie die Schweiz ihren angemessenen Beitrag zur Erreichung des 1.5°C-Ziels leisten kann. Ziel ist es, alle relevanten Sektoren in unserer Gesellschaft abzudecken und alle verfügbaren Hebel zu nutzen. Der Ausarbeitung des Planes geschieht in sechs bis zehn, nach Sektoren aufgeteilten Arbeitsgruppen. Diese sind Mobilität, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft & Ernährung, Finanzsektor, Energieversorgung, Adaption, Wirtschaft, Bildung und soziale Massnahmen. Die Ausarbeitung und Priorisierung der Massnahmen erfolgt nach einer genauen Aufgabenstellung und unter Berücksichtigung einiger Leitlinien, wie z.B. Klimagerechtigkeit oder der Universellen Deklaration der Menschenrechte.

Zweck und Anspruch des Klima Aktionsplan

Das Projekt soll sowohl aufzeigen, dass Lösungen möglich sind, den Diskurs darüber anregen, als auch den Bundesrat, der momentan Szenarien für ein Netto Null Ziel bis 2050 prüft, direkt unter Druck stellen und auffordern, angemessener zu reagieren. Unser Massnahmenplan, basierend auf dem Treibhausgasemissionen-Budget gemäss IPCC SR15 C.1.3 soll dem ein Gegenpol darstellen und die politische Debatte um das Thema weiter und konkreter framen. Der Plan hat also nicht den zwingenden Anspruch Mehrheiten oder eine Wählerschaft zu finden. Jedoch hat er den Anspruch von der zivilen Gesellschaft zu kommen und von der Bevölkerung unterstützt zu werden.

Unser Plan soll so ambitioniert und mutig sein, wie wir es für nötig halten! Er soll erläutern was notwendig ist, was technisch machbar ist. Und nicht was politisch “machbar” ist.

Er soll auch in der Lage sein, der Gesellschaft eine Vision aufzuzeigen, eine Antwort auf die Frage, wie eine Nachhaltige Welt aussehen kann. Es soll eine Möglichkeit darstellen, den Menschen aufzuzeigen was wir wollen, wofür wir und sie kämpfen sollen.

Wir wollen mit möglichst großen Teilen der Bevölkerung die Suche nach Lösungen gemeinsam durchleben und so einen möglichst authentischen aus der Bevölkerung kommenden Wunsch aufzeigen.

Auch wenn nicht alle von uns hinter dem Endresultat stehen, oder Ihre Vision darin erkennen werden können, ist es doch ein Versuch einen möglichst grossen möglichen gemeinsamen Nenner zu finden, dessen Stärke im Konkreten liegt. In der Debatte rund um was die Klimabewegung genau will eine “Flucht nach Vorne” direkt zu konkreten Massnahmen.

Ausarbeitung und Zeitplan

Am 26. Oktober soll mit einem Kick Off-event in Zürich die Ausarbeitung des Plans beginnen. Es werden die sechs bis zehn Arbeitsgruppen gebildet.

Die Gruppen aus Klimastreikenden, Expert*innen und in den Bereichen Tätigen Menschen sollen sich regelmäßig treffen sowie online an Ihren Dokumenten arbeiten.

Dabei werden sie nach der definierten Fragestellung und Leitlinien in den ihnen zugeteilten Sektoren Probleme ausmachen, bereits existierende Lösungsansätze und Massnahmen genau wie neue, eigene, kreative, der Schweiz angepasste Lösungswege anschauen kritisieren, berechnen und abwägen.

Bei den einzelnen Massnahmen wird wenn immer möglich versucht mit Betroffenen der Probleme als auch der Massnahmen ins Gespräch zu kommen und sie in den Prozess miteinzubeziehen.

Am Ende soll dabei ein möglichst kohärenter Plan in einer ausführlichen und einer kurzen, möglichst einfach verständlichen Version entstehen.

Während der Erarbeitung werden in verschiedenen Formen Inputs aus der Bevölkerung berücksichtigt.

Online-Befragung

Auf climateactionplan.ch werden alle Personen während des gesammten Arbeitsprozesses dazu aufgefordert, ihre Visionen, Ideen und Anliegen für den Klima-Aktionsplan auszuformulieren. Diese werden an die zuständige Arbeitsgruppe weitergeleitet und dort behandelt.

Auf der Website werden zudem gewisse Zwischenstände oder momentan diskutierte Forderungen sichtbar sein?

Klima-Versammlung(en)

Wir werden es uns zum Ziel setzen eine oder mehrere Klima-Versammlung zu organisieren. An dieser Klima-Versammlung sind alle Menschen eingeladen, ihre Ideen, Visionen, Anliegen oder auch Sorgen und Bedenken bezüglich den Massnahmen des CAPs einzubringen, miteinander zu diskutieren und zusammen um Lösungen ringen.

Es ist noch offen, ob die Expert*innen der Arbeitsgruppen bei diesen Diskussionen auch dabei sein werden oder sollen.

Die Inputs werden an die zuständige Arbeitsgruppe weitergeleitet und dort behandelt.

Vielleicht kann auch so eine Veranstaltung für alle Klimastreikenden stattfinden, z.B. im Rahmen eines nationalen Treffens.

Öffentlichkeitsarbeit

Ziel der Öffentlichkeitsarbeit während dem Arbeitsprozess ist es, immer wieder interessante Einblicke in diesen zu geben, Probleme oder Lösungen aufzuzeigen, Themen zu diskutieren, Betroffene zu interviewen etc.

Die Einblicke sollen Lust auf die neue, Fossil freie Gesellschaft machen, zum nachdenken über Lösungen und zum interagieren mit uns anregen, die relevanz eines Planes zeigen und die Leute gespannt auf das Resultat warten lassen.

Diese Einblicke können in Form von Videos, Bilder und Texten auf den Kanälen des Klimastreiks verbreitet werden. Es können aber auch Medien wie Zeitungen Radio und Fernsehen angefragt werden, regelmäßig über Maßnahmen oder Themen zu berichten. Außerdem soll über regelmäßige Medienmitteilungen oder Einblicke für Medien nachgedacht werden. (hohe Ansprüche, viele Menschen benötigt)

Klimagipfel

Am Klimagipfel treffen sich die Vertreter*innen der einzelnen Arbeitsgruppen. In Sitzungen werden allfällige Überschneidungen und Widersprüche in den Kapiteln besprochen. Außerdem werden Lücken im Klima-Aktionsplans identifiziert und die Bearbeitung dieser den Arbeitsgruppen zugeteilt.

Es wird diskutiert, ob die Maßnahmen der Aufgabenstellung und dem Anspruch einer angemessenen Reaktion auf die Klimakrise gerecht werden.

Zudem sollen die Lösungen aus den verschiedenen Bereichen zu einem kohärenten Plan, wenn möglich mit klarer zeitlicher Abfolge zusammengeführt werden.

Der Klimagipfel findet an einem zentralen Ort statt und hat zum Ziel, dass der Klima-Aktionsplan zum ersten Mal in seiner kompletten Form öffentlich diskutiert wird. Die Resultate werden nach dem Klimagipfel wieder zurück in die Arbeitsgruppen getragen.

Der Klimagipfel findet im März 2020 statt. Das exakte Datum wird nach Rücksprache mit den Arbeitsgruppen bestimmt.

Präsentation des Klima-Aktionsplans Die finale Version des Klima-Aktionsplans wird im April 2020 medienwirksam präsentiert. Die Präsentation kann durchaus auch eine mobilisierende Wirkung auf den Streik am 15. Mai haben.

Zudem soll die Botschaft des planes und zentrale Maßnahmen möglichst viele Menschen auf möglichst verständliche Art und weise erreichen. Dank dem miteinbezug der Bevölkerung soll der Plan eine möglichst große Akzeptanz bis Begeisterung finden.