Klimagerechtigkeit: Unterschied zwischen den Versionen

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“Definition” Klimagerechtigkeit:  
 
“Definition” Klimagerechtigkeit:  
Massnahmen gegen die Klimakrise und für den Umweltschutz sollen soziale und ökonomische Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten nicht noch zusätzlich befeuern, sondern bekämpfen. Nach dem Verursacherprinzip sollen diejenigen, die von den Emissionen von Treibhausgasen und Umweltverschmutzung profitieren, auch für die Prävention und Restauration der dadurch verursachten Schäden aufkommen. Deshalb fordert der KLimastreik Schweiz sozial gerechten Umwelt und Naturschutz ein, der nicht auf Kosten der in dieser Gesellschaft schwächeren Menschen passiert.  
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Massnahmen gegen die Klimakrise und für den Umweltschutz sollen soziale und ökonomische Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten nicht noch zusätzlich befeuern, sondern bekämpfen. Nach dem Verursacherprinzip sollen diejenigen, die von den Emissionen von Treibhausgasen und Umweltverschmutzung profitieren, auch für die Prävention und Restauration der dadurch verursachten Schäden aufkommen. Deshalb fordert der Klimastreik Schweiz sozial gerechten Umwelt und Naturschutz ein, der nicht auf Kosten der in dieser Gesellschaft schwächeren Menschen passiert.  
  
 
Im Moment sind die Hauptverursacher*innen der Klimakrise wenig bis gar nicht davon betroffen. Die am stärksten betroffenen Menschen tragen oft bedeutend weniger zur Klimaerhitzung bei. Dies ist sowohl in (a) wirtschaftlicher, (b) geografischer und (c) sozialer Hinsicht so.  
 
Im Moment sind die Hauptverursacher*innen der Klimakrise wenig bis gar nicht davon betroffen. Die am stärksten betroffenen Menschen tragen oft bedeutend weniger zur Klimaerhitzung bei. Dies ist sowohl in (a) wirtschaftlicher, (b) geografischer und (c) sozialer Hinsicht so.  

Version vom 20. Mai 2019, 11:20 Uhr

“Definition” Klimagerechtigkeit: Massnahmen gegen die Klimakrise und für den Umweltschutz sollen soziale und ökonomische Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten nicht noch zusätzlich befeuern, sondern bekämpfen. Nach dem Verursacherprinzip sollen diejenigen, die von den Emissionen von Treibhausgasen und Umweltverschmutzung profitieren, auch für die Prävention und Restauration der dadurch verursachten Schäden aufkommen. Deshalb fordert der Klimastreik Schweiz sozial gerechten Umwelt und Naturschutz ein, der nicht auf Kosten der in dieser Gesellschaft schwächeren Menschen passiert.

Im Moment sind die Hauptverursacher*innen der Klimakrise wenig bis gar nicht davon betroffen. Die am stärksten betroffenen Menschen tragen oft bedeutend weniger zur Klimaerhitzung bei. Dies ist sowohl in (a) wirtschaftlicher, (b) geografischer und (c) sozialer Hinsicht so.

Wirtschaftliche Dimension

Im Moment ist es so, dass privilegierte, reiche Länder im globalen Norden viel stärkere Verursacher der Klimakrise sind, weil dort der Ausstoss der pro Kopf verursachten THG-Emissionen viel grösser ist, als in den ärmeren, weniger fortschrittlichen Ländern im globalen Süden. Es sind aber die Länder im globalen Süden, welche besonders stark unter den Auswirkungen der Klimaerhitzung leiden werden. Zusätzlich besitzen reiche Industriestaaten mehr finanzielle Mittel, um die Klimakrise zu bekämpfen, und sich gegen die Erwärmung zu schützen. Dies ist eine Ungleichheit.

->Privilegierte Staaten sollten sich stärker für das Klima einsetzen und mehr Verantwortung tragen, zugunsten von den benachteiligten Staaten.

71% aller THG-Emissionen werden von 100 Unternehmen verursacht. Einzelne Konsumenten*innen haben einen verhältnismäßig kleinen Anteil an den globalen THG-Emissionen.

->Massnamen sollten deshalb hauptsächlich an der Produktion ansetzten und nicht bei*m der*dem einzelnen Konsument*in. Unternehmen sollten für ihr klimaschädliches Verhalten Verantwortung übernehmen und für externe Kosten aufkommen.

Geographische Dimension

Die geografischen Voraussetzungen einiger Lebensorte sind besonders schlecht, bezüglich den Folgen der Klimaerwärmung. Andere Gebiete liegen vorteilhafter und werden deshalb nicht oder kaum negativ durch Klimaveränderungen und deren Folgen beeinflusst. haben dadurch grössere Chancen, die Auswirkungen der Erhitzung tragen zu können.

->Vorteilhafter gelegene Gebiete sollten zugunsten von stärker gefährdeten Gebieten Verantwortung übernehmen, um diesen Zustand auszugleichen. 

Soziale Dimension

Ärmere Menschen konsumieren in der Regel durch ihre beschränkten finanziellen Mittel weniger als reiche Menschen. Dadurch tragen sie weniger Schuld am Klimawandel. Ärmere Menschen haben aber auch weniger Möglichkeiten, sich vor der Klimakrise zu schützen, oder sich politisch für Klimaschutz einzusetzen, weil es ihnen an Geld fehlt, und/oder nicht alle menschlichen Grundbedürfnisse gedeckt sind. Es sind die tiefen Gesellschaftsschichten, die abhängig sind von unfair bezahlten Jobs in Massenproduktionen. Von den Produkten dieser Massenproduktionen profitieren Menschen in privilegierten Positionen, auf Kosten des Klimas.

->Privilegierte Menschen sollten mehr Verantwortung für die Klimakrise übernehmen.

Gilet Jaunes

Die Protestbewegung die seit Herbst 2018 in Frankreich protestiert formierte sich aufgrund einer Benzinsteuererhöhung die den Klimaschutz fördern sollte. Dies ist ein Beispiel für eine Klimaschutzmassnahme die nicht Gerecht ist, da die auf ihr Auto angewiesene Unter- & Mittelschicht in ruralen Gebieten Frankreichs kein alternatives Transportsystem haben auf das sie sie zurückgreifen können.