Sitzungsorganisation: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Klimastreik Schweiz
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Um sich in den verschiedenen Arbeitgruppen auf nationaler und kantonaler bzw. regionaler Ebene auszutauschen, um zu planen und sich zu organisieren, werden Sitzungen durchgeführt. In der Regel nimmt nur ein Teil einer Arbeitsgruppe an der Sitzung teil. Dennoch muss gewährleistet werden, dass alle über die Beschlüsse, welche an der Sitzung entschieden wurden, informiert werden.  
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Regelmässige Sitzungen und Treffen sind ein essentieller Teil des Klimastreik-Alltags. In einer Gruppe zusammenzuarbeiten ist nicht einfach, und muss geübt werden. Genauso wichtig ist aber auch der persönliche Austausch, und das Fördern von gegenseitigem Verständnis.
  
==Planung==
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== Rollen ==
Die Sitzungsleitung/Moderation erstellt in der Regel  einen Doodle um den nächsten Sitzungstermin zu bestimmen und organisiere. Sobald das Datum gesetzt ist, wird ein Ort für das Treffen gesucht.
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Folgende Rollen haben sich erfahrungsgemäss als sinnvoll erwiesen bei der Gestaltung von Sitzungen und Treffen:
  
Im optimal Fall bereitet die Sitzungsleitung/Moderation eine Traktandenliste für die Sitzung vor. Die Traktandeliste wird für jede*n der*die etwas an der Sitzung besprechen möchte zugänglich gemacht. Jede Person darf ihre Punkte in die Traktandenliste eintragen. Wenn es sich um eine Sitzung handelt bei der es wichtig ist, dass alle Arbeitsgruppen vertreten sind ist die Sitzungsleitung/Moderation dafür verantwortlich, dass jede AG ihre Punkte einträgt. Jede AG ist dafür verantwortlich, dass jemand aus der AG an der Sitzung anwesend ist und über die Arbeit in der AG bericht erstattet. Die Sitzungsleitung/Moderation sortiert und ordnet die Traktandenliste im Vorhinein und gibt sie auch bereits einige Tage vor der Sitzung heraus.  
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===Prozessgruppe===
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Um eine für alle sinnvolle Zusammenarbeit zu ermöglichen, braucht jede Sitzung einen gut durchdachten Prozess, welcher die Gruppe mitnimmt und ihnen den Raum bietet, den sie brauchen.
  
==Während der Sitzung==
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Die Prozessgruppe überlegt sich im Vorfeld der Sitzung, wie vorgegangen werden möchte, erstellt eine Traktandenliste und schafft den Rahmen, möglichst ohne inhaltlich Einfluss zu nehmen.
  
===Sitzungsleitung/Moderation===
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Zum Rahmen gehören sowohl Check-in, als auch sich Gedanken machen bezüglich Essen und Ort.  
In großen Sitzungen mit vielen Menschen ist es sinnvoll zwei Personen als Sitzungsleitung/Moderation zu haben. Die Sitzungsleitung/Moderation verhält sich während der ganzen Sitzung neutral. Sie achtet sich darauf, dass alle Menschen ausreden können und die Redner*innenliste eingehalten wird. Die Sitzungsleitung/Moderation versucht die Sitzung strukturiert zu halten.
 
  
=== Ablauf ===
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Alle Sitzungsteilnehmenden sollten die Möglichkeit haben, Traktanden zur Liste hinzuzufügen. Entweder macht die Prozessgruppe die Traktandenliste im Voraus für alle zugänglich zum Bearbeiten, oder zu Beginn der Sitzung besteht die Möglichkeit Einspruch zu erheben und Änderungsvorschläge anzubringen.
  
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=== Moderation ===
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Gerade bei grossen Plenen, aber auch an kleineren Sitzungen, ist eine kompetente, neutrale Moderation sehr wichtig und hilfreich. Die Moderation versucht die Sitzung strukturiert zu halten, achtet darauf, dass alle Menschen ausreden können und die Redner*innenliste eingehalten wird. 
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Es ist empfehlenswert, dass sich die Moderation in starkem Austausch mit der Prozessgruppe befindet, denn die Moderation hat die Aufgabe, den Rahmen der Prozessgruppe durchzuführen und einzuhalten.
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Die Moderation hat aber auch die Kompetenz, den Prozess während der Sitzung spontan anzupassen, sollten sich Menschen nicht mehr wohlfühlen, oder falls plötzlich die Stimmung kippt. Dies bedeutet, dass die Moderation ein Bewusstsein für die Gruppe und ihre Dynamik haben sollte und flexibel und spontan reagieren kann.
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Die Moderation mischt sich aber niemals auf inhaltlicher Ebene mit ein, was eine grosse Herausforderung darstellen kann. In kleineren Sitzungen kann es jedoch sinnvoll sein, nicht so eine starre Moderations-Rolle zu haben, sodass auch die moderierende Person gleichzeitig Sitzungsteilnehmer*in sein kann.
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=== Protokollschreiber*in ===
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== Hilfsmittel ==
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=== Protokollvorlage ===
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Das Protokoll wird direkt in die Traktandenliste hineingeschrieben. An folgender [https://docs.google.com/document/d/1V2n8U29k0Z4AvQMMys8R63pspTRlWdGcD2_hfGBTNRk/edit#heading=h.t46kkqpp7gz6 Protokollvorlage] soll sich die Traktandenliste orientieren. Dadurch wird es allen anderen Leuten, die nicht an der Sitzung anwesend waren, erleichtert, sich im Protokoll zurechtzufinden.
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=== '''Who-Cards''' ===
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===Ablauf===
 
# Sitzungsleitung/Moderation wird im Konsens angenommen.
 
# Sitzungsleitung/Moderation wird im Konsens angenommen.
 
# Die Sitzungsleitung erklärt nach welchen "Regeln" eine Sitzung abläuft.
 
# Die Sitzungsleitung erklärt nach welchen "Regeln" eine Sitzung abläuft.
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# Die Sitzungsleitung/Moderation der nächsten Sitzung wird bestimmt.
 
# Die Sitzungsleitung/Moderation der nächsten Sitzung wird bestimmt.
 
# Das Genderwatchprotokoll wird präsentiert.
 
# Das Genderwatchprotokoll wird präsentiert.
# Macht euch bewusst, dass ihr eine riesige und wichtige Arbeit leistet!
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# Macht euch bewusst, dass ihr eine riesige und wichtige Arbeit leistet<br />
 
 
==Nach der Sitzung==
 
Das Protokoll wird nachbearbeitet und alle Mitglieder der AG per chat über Entscheidungen und Inhalt der Sitzung informiert. Mitglieder, welche nicht anwesend waren, lesen das Protokoll in Vorbereitung für die nächste Sitzung durch.<br />
 
 
[[Kategorie:Erfahrungen]]
 
[[Kategorie:Erfahrungen]]

Version vom 6. Januar 2020, 15:59 Uhr

Regelmässige Sitzungen und Treffen sind ein essentieller Teil des Klimastreik-Alltags. In einer Gruppe zusammenzuarbeiten ist nicht einfach, und muss geübt werden. Genauso wichtig ist aber auch der persönliche Austausch, und das Fördern von gegenseitigem Verständnis.

Rollen

Folgende Rollen haben sich erfahrungsgemäss als sinnvoll erwiesen bei der Gestaltung von Sitzungen und Treffen:

Prozessgruppe

Um eine für alle sinnvolle Zusammenarbeit zu ermöglichen, braucht jede Sitzung einen gut durchdachten Prozess, welcher die Gruppe mitnimmt und ihnen den Raum bietet, den sie brauchen.

Die Prozessgruppe überlegt sich im Vorfeld der Sitzung, wie vorgegangen werden möchte, erstellt eine Traktandenliste und schafft den Rahmen, möglichst ohne inhaltlich Einfluss zu nehmen.

Zum Rahmen gehören sowohl Check-in, als auch sich Gedanken machen bezüglich Essen und Ort.

Alle Sitzungsteilnehmenden sollten die Möglichkeit haben, Traktanden zur Liste hinzuzufügen. Entweder macht die Prozessgruppe die Traktandenliste im Voraus für alle zugänglich zum Bearbeiten, oder zu Beginn der Sitzung besteht die Möglichkeit Einspruch zu erheben und Änderungsvorschläge anzubringen.

Moderation

Gerade bei grossen Plenen, aber auch an kleineren Sitzungen, ist eine kompetente, neutrale Moderation sehr wichtig und hilfreich. Die Moderation versucht die Sitzung strukturiert zu halten, achtet darauf, dass alle Menschen ausreden können und die Redner*innenliste eingehalten wird.

Es ist empfehlenswert, dass sich die Moderation in starkem Austausch mit der Prozessgruppe befindet, denn die Moderation hat die Aufgabe, den Rahmen der Prozessgruppe durchzuführen und einzuhalten.

Die Moderation hat aber auch die Kompetenz, den Prozess während der Sitzung spontan anzupassen, sollten sich Menschen nicht mehr wohlfühlen, oder falls plötzlich die Stimmung kippt. Dies bedeutet, dass die Moderation ein Bewusstsein für die Gruppe und ihre Dynamik haben sollte und flexibel und spontan reagieren kann.

Die Moderation mischt sich aber niemals auf inhaltlicher Ebene mit ein, was eine grosse Herausforderung darstellen kann. In kleineren Sitzungen kann es jedoch sinnvoll sein, nicht so eine starre Moderations-Rolle zu haben, sodass auch die moderierende Person gleichzeitig Sitzungsteilnehmer*in sein kann.

Protokollschreiber*in

Hilfsmittel

Protokollvorlage

Das Protokoll wird direkt in die Traktandenliste hineingeschrieben. An folgender Protokollvorlage soll sich die Traktandenliste orientieren. Dadurch wird es allen anderen Leuten, die nicht an der Sitzung anwesend waren, erleichtert, sich im Protokoll zurechtzufinden.

Who-Cards

Ablauf

  1. Sitzungsleitung/Moderation wird im Konsens angenommen.
  2. Die Sitzungsleitung erklärt nach welchen "Regeln" eine Sitzung abläuft.
    1. Man benutzt solidarische Sprache.
    2. Jede Person wird mit dem von ihr gewünschten Pronomen angesprochen.
    3. Jede*r gendert.
    4. Die Sitzungsleitung/Moderation erklärt was der Konsens ist.
    5. Die Handzeichen werden noch ein Mal erklärt.
    6. Menschen die noch nie an einer Sitzung waren sollen sich zu jemandem setzten der*die bereits länger dabei ist. Die neuen Menschen können sich bei Fragen an die jeweilige Person wenden. (Gotti/Götti System)
  3. Die Protokollführung wird bestimmt.
  4. Die Genderwatchprotokollführung wird bestimmt.
  5. Die Traktandenliste wird im Konsens angenommen, falls es Änderungsvorschläge gibt werden die vorher geändert.
  6. Rückblick auf die letzte Sitzung.
  7. Man geht alle Traktanden durch.
  8. Die Sitzungsleitung/Moderation der nächsten Sitzung wird bestimmt.
  9. Das Genderwatchprotokoll wird präsentiert.
  10. Macht euch bewusst, dass ihr eine riesige und wichtige Arbeit leistet