Zweites nationales Treffen: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 30. Mai 2019, 12:18 Uhr

Als basisdemokratische Graswurzelbewegung hat sich die Bewegung Klimastreik Schweiz in einem stillen, nicht ausgesprochenen Konsens dazu entschlossen, schweizweite Plenarversammlungen als einzig legitime Art- und Weise anzuerkennen, bei dem bindende Entscheide für die gesamte Bewegung gefällt werden können. Das zweite nationale Treffen wurde von etwa doppelt so vielen Menschen wie die erste Versammlung besucht, sie fand über zwei Tage statt (inklusive Schlafmöglichkeit) und für die Verpflegung wurde gesorgt. Neu wurde auch eine Symultanübersetzung (Deutsch und Französisch) organisiert.

Medienmitteilung – Zweites Nationales Treffen Klimastreik Schweiz

Die Bewegung ‘Klimastreik Schweiz’ hat sich zum zweiten nationalen Treffen in Bern getroffen. Über 300 Personen haben sich in sieben Arbeitsgruppen und 29 Unterarbeitsgruppen über zwei Tage hinweg zur Zukunft der Bewegung ausgetauscht. Die Entscheide aus den Arbeitsgruppen wurden dem Plenum vorgestellt und von diesem im basisdemokratischen Konsensverfahren angenommen oder an die Arbeitsgruppe zurückgewiesen.

Working Group Coordination

Die Bewegung ‘Klimastreik Schweiz’ ist eng vernetzt mit jeglichen Klimastreik-Bewegungen weltweit. Online findet wöchentlich ein Austausch statt, und an einem persönlichen Treffen europäischer Bewegungen wird gearbeitet. Die nationale Koordination wird Richtlinien erstellen, welche den Regionen, die weiterhin autonom funktionieren, bei der Strukturierung helfen sollen. Die Beziehungen zwischen nationaler und regionaler Ebene müssen vollständig transparent und dauerhaft verknüpft sein, damit die Übermittlung von Informationen so effektiv wie möglich erfolgt. Auf nationaler Ebene können nur im Plenum Richtungsentscheidungen getroffen werden.

Working Group Communication

Regionale Medienanfragen werden nur noch über die regionalen E-Mail-Adressen laufen. Da der Fokus unserer Bewegung nicht auf individuellem Verhalten oder Einzelpersonen sondern vor allem unseren Forderungen liegen soll, werden wir für zukünftige größere Interviews mindestens zwei Personen schicken. Diese sollen auch nicht immer die gleichen sein. Wir werden unsere Online-Aktivität intensivieren. Dazu werden wir mehr eigene Inhalte produzieren.

Working Group Finance

Die AG Finanzen konnte heute Strukturen schaffen, mit denen die Finanzen der Bewegung effizient verwaltet werden können. Somit kann die Bewegung zukünftig in finanziellen Fragen souverän handeln, ein nationales Konto ist eingerichtet. Bei dieser Gelegenheit möchten wir darauf aufmerksam machen, dass unser Aktivismus Geld kostet. Aus diesem Grund möchten wir dazu aufrufen, ‘Climatestrike Switzerland’ mit einer Spende zu unterstützen.

Working Group Institutional Relations

Wir sind eine unabhängige politische Bewegung. Wir sprechen keine Wahlempfehlungen aus, sprich, unterstützen keine Parteien oder Personen. Unterstützung geschieht nach dem bisherigen One-Sided Support. Wir wollen auf die Politik Druck ausüben, um unsere vier Forderungen durchzusetzen. Wir arbeiten mit jenen Akteuren zusammen, die unsere

Forderungen unterstützen. Wir kommunizieren unsere Forderungen öffentlich. Ein Austausch mit jeglichen Akteuren muss zu jedem Zeitpunkt transparent sein.

Working Group Education & Values

Unsere Exekutive, die Politik, schafft es momentan nicht, die Bevölkerung angemessen über die Klimakrise zu informieren, in der wir uns befinden. Darum nehmen wir, die Arbeitsgruppe Education & Values, uns der Aufgabe an, das Bewusstsein dazu zu fördern.

Wir wollen den Prozess von Individuen unterstützen, eine faktenbasierte Meinung zu bilden. Dafür wollen wir die wichtigsten Informationen sammeln und sie mit den Menschen innerhalb und ausserhalb der Bewegung ‘Klimastreik Schweiz’ teilen. Wir wollen nicht nur über Fakten sprechen, sondern auch über Lösungen, um ein besseres Leben als menschliche Gemeinschaft auf dieser Erde zu fördern.

Working Group Activism

Die Streiks am Freitag und die Demonstrationen am Samstag werden beide weiterhin stattfinden. Bei beiden sind Kontinuität und Regelmässigkeit wichtig. Folgende Daten sind gesetzt: am Freitag, 15. März ein globaler Streik, am Samstag, 06. April eine nationale Demonstration. Während der “global rebellion” von “extinction rebellion”, die vom 15. bis 28. April stattfinden wird, werden wir verschiedene Aktionen planen. Am Freitag, 27. September, am Tag, an dem der “earth strike” beginnt, werden wir streiken. Wir werden am Samstag, 05. Oktober, an der Demonstration der vereinten Schweizer Klimabewegung in Bern teilnehmen. Weitere Daten für nationale Aktionen sind noch nicht gesetzt.

Ergänzend haben wir uns auf einen Aktionskodex geeinigt. Dieser legt Grundprinzipien fest, nach denen die Regionen Aktionen in Zukunft organisieren können. Auch haben wir den Begriff des Klimanotstandes definiert.

Working Group Future & Strategy

Wir als Bewegung haben den Mut, uns mit jener neuen Welt auseinanderzusetzen, in welcher wir in Zukunft leben wollen. Wir sind weit von einer konkreten Vision entfernt, aber wir können uns auf die im Plenum im Konsens angenommenen, gemeinsamen Grundwerte berufen, diese sind: Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Wir stehen allen Menschen offen, die sich auf diese Grundwerte und auf unsere Forderungen berufen.

Wir wollen mehr Aktionen abgesehen von Streiks und Demonstrationen, um den Druck zu erhöhen. Wir wollen alle ermutigen, sich in einer dezentralisierten Art selber zu organisieren, um direkte Aktionen für unsere Umwelt und gegen ihre Zerstörer durchzuführen. Wir organisieren und unterstützen offiziell und in unserem Namen keine Aktionen, welche darauf abzielen Individuen zu verletzen.

Die Untergruppe "Demands" setzte sich dieses Wochenende mit den Forderungen der Klimastreik-Bewegung auseinander.

Zusätzlich zu den bestehenden Forderungen (Ausrufung des Klimanotstandes, Reduktion der Emissionen auf netto Null bis 2030, wenn nötig begleitet von einem Systemwandel, sollten diese Forderungen nicht anders erreicht werden können) beschloss das Plenum des Kongresses, Klimagerechtigkeit als eine der wichtigsten Forderungen zu definieren.

Das bedeutet, dass die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt zu Rechenschaft gezogen werden müssen.

Während wirtschaftliche Akteur*innen (unter anderem Grosskonzerne und Banken) mit der Unterstützung der westlichen Staaten zu den grössten Verantwortlichen gehören, sind die Ärmsten der Welt die Leidtragenden.

So vergrössert der Klimawandel die sozialen Ungleichheiten auf der Welt. Deshalb muss dieser auf gesamtgesellschaftlicher Ebene bekämpft werden.


Kontakt / Contact

E-Mail: ​medien@climatestrike.ch Tel.: 052 770 12 24