Burn-Out-Aktivismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Als [[Burn-Out-Aktivismus]] bezeichnen wir das Phänomen, dass sich viele Aktivist*innen mit ihrem enormen Engagement bis an den Rand der Erschöpfung bringen.
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<blockquote>''Die Kunst des Ausruhens''</blockquote><blockquote>''ist ein wichtiger Teil''</blockquote><blockquote>''der Kunst der Arbeit''                                                                                                                                                                                        </blockquote>Als [[Burn-Out-Aktivismus]] bezeichnen wir eine Praktik bei der sich Aktivist*innen mit ihrem enormen/übermässigen Engagement bis an den Rand der körperlichen und psychischen Erschöpfung bringen.
  
 
Dieser Artikel dient dem Austausch von Erfahrungen und soll dabei helfen, die eigene Situation besser wahrzunehmen.
 
Dieser Artikel dient dem Austausch von Erfahrungen und soll dabei helfen, die eigene Situation besser wahrzunehmen.
  
==Ursachen==
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==Ursachen und Folgen==
Die Ursachen sind vielfältig und sehr individuell. Häufig ist die Erkenntnis, dass "alle unseren anderen Probleme irrelevant werden, wenn wir die Klimakrise nicht lösen können"<ref>frei zitiert aus dem [https://www.facebook.com/klimastreikschweiz/videos/259449224968728/ Mobilisierungs-Video von 2.2.2019], ca. Minute 1:05</ref> ein entscheidender Faktor vieler Aktivist*innen, sich ausschliesslich dem Klimastreik zu widmen und zwischenmenschliche Beziehungen, Hobbies, weitere Leidenschaften, das führen des Haushalts oder auch Studium oder Beruf massiv zu vernachlässigen. Dies kann soweit gehen, dass Aktivist*innen kaum noch schlafen, unregelmässig essen und sich über einen längeren Zeitraum gestresst und unter Druck fühlen.
 
 
 
==Folgen==
 
 
 
 
===Stress===
 
===Stress===
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'''"Definition:''' Unter Stress versteht man die Beanspruchung (Auswirkung der Belastungen) des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen (objektive, auf den Menschen einwirkende Faktoren sowie deren Größen und Zeiträume). Diese können sowohl künstlich als auch natürlich, sowohl biotisch als auch abiotisch sein, sowohl auf den Körper als auch die Psyche des Menschen einwirken und letztlich als positiv oder negativ empfunden werden oder sich auswirken."<ref>Wikipedia. ''Stress beim Menschen''. Abgerufen am 6 Januar von <nowiki>https://de.wikipedia.org/wiki/Stress#Stress_beim_Menschen</nowiki></ref>
  
====Eustress====
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Stressoren Welt-/Politikgeschehen, Verantwortungs-/Schuldgefühle, Überarbeitung/Zeitstress
  
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===Eustres===
 
====Distress====
 
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===Sucht===
  
 
===Depression===
 
===Depression===
  
===Sucht===
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===Burn-Out===
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In der Klimabewegung wird "Burt-out" als Begriff verwendet für den Zustand in dem sich ein*e Aktivist*in befindet, wenn sie durch Stress, Überarbeitung (und dem resultierendem Schlafmangel) und Überforderung mental, psychisch und körperlich vollkommen erschöpft sind. Meist kommen Aktivist*innen zum "Burn-out" kurz vor/nach einem Streik, einer Demonstration, einer Grossversammlung oder einer Menge von kleineren Events, eventuell kombiniert mit privatem Stress.Im Fall von einem Burn-out ist eine extensive Ruhephase sehr empfehlenswert, aber schlussendlich auch nur eine Notlösung zum Wohl dieser Person. Jedoch wollen sich viele Aktivist*innen keine Zeit zur Ruhe nehmen wegen Verantwortungs-/Schuldgefühlen oder Existenz-/Zukunftsängsten, weswegen sie das Eigenwohl als weniger wichtig als ihre Arbeit einschätzen. 
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Auch wenn Burn-out deagnostiziert werden muss für Gewissheit, sollte man sich für das eigene Wohl auf die Symptome dieses Syndroms achten. Selbst wenn es sich bei einem persönlich nicht um Burn-out handelt, besteht nicht nur die Möglichkeit, dass es sich entwickelt, aber selbst die dazu führenden Krankheitsbilder sollten vermieden, beachtet und/oder behandelt werden.
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Um ein Burn-out zu vermieden sollte mensch sich auf folgende Symptome achten:
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Symptome des Burnout-Syndroms
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# Emotionale Erschöpfung (...): Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermäßigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). (...). Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos, müde und matt. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar.
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# Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Mitmenschen (...) her. Das äußert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung diesen gegenüber und die Arbeit wird zur unpersönlichen Routine.
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# Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr. (...). Darunter leidet der Glaube an den Sinn der eigenen Tätigkeit<ref>Wikipedia. Symptome. Abgerufen am 6 Januar von <nowiki>https://de.wikipedia.org/wiki/Burn-out</nowiki></ref>
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Beim Verdacht eines Burn-outs sollte mensch sich rasch an seine/ihre Mitmenschen wenden, seien dies Familie, Freunde, andere Aktivist*innen oder direkt an eine*n Expert*in, denn Burn-out kann von zu Arbeitsunfähigkeit bis zu Suizid führen.
  
===Burn-Out===
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Bemerkt mensch die Symptome vom Burn-out-Syndrom bei anderen Aktivist*innen, ist es empfehlenswert sie darauf anzusprechen, um sich gut über ihr Befinden zu informieren.
  
 
==So kannst du dich schützen==
 
==So kannst du dich schützen==

Aktuelle Version vom 7. Januar 2020, 13:24 Uhr

Die Kunst des Ausruhens

ist ein wichtiger Teil

der Kunst der Arbeit

Als Burn-Out-Aktivismus bezeichnen wir eine Praktik bei der sich Aktivist*innen mit ihrem enormen/übermässigen Engagement bis an den Rand der körperlichen und psychischen Erschöpfung bringen.

Dieser Artikel dient dem Austausch von Erfahrungen und soll dabei helfen, die eigene Situation besser wahrzunehmen.

Ursachen und Folgen

Stress

"Definition: Unter Stress versteht man die Beanspruchung (Auswirkung der Belastungen) des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen (objektive, auf den Menschen einwirkende Faktoren sowie deren Größen und Zeiträume). Diese können sowohl künstlich als auch natürlich, sowohl biotisch als auch abiotisch sein, sowohl auf den Körper als auch die Psyche des Menschen einwirken und letztlich als positiv oder negativ empfunden werden oder sich auswirken."[1]

Stressoren Welt-/Politikgeschehen, Verantwortungs-/Schuldgefühle, Überarbeitung/Zeitstress

Eustres

Distress

Sucht

Depression

Burn-Out

In der Klimabewegung wird "Burt-out" als Begriff verwendet für den Zustand in dem sich ein*e Aktivist*in befindet, wenn sie durch Stress, Überarbeitung (und dem resultierendem Schlafmangel) und Überforderung mental, psychisch und körperlich vollkommen erschöpft sind. Meist kommen Aktivist*innen zum "Burn-out" kurz vor/nach einem Streik, einer Demonstration, einer Grossversammlung oder einer Menge von kleineren Events, eventuell kombiniert mit privatem Stress.Im Fall von einem Burn-out ist eine extensive Ruhephase sehr empfehlenswert, aber schlussendlich auch nur eine Notlösung zum Wohl dieser Person. Jedoch wollen sich viele Aktivist*innen keine Zeit zur Ruhe nehmen wegen Verantwortungs-/Schuldgefühlen oder Existenz-/Zukunftsängsten, weswegen sie das Eigenwohl als weniger wichtig als ihre Arbeit einschätzen.

Auch wenn Burn-out deagnostiziert werden muss für Gewissheit, sollte man sich für das eigene Wohl auf die Symptome dieses Syndroms achten. Selbst wenn es sich bei einem persönlich nicht um Burn-out handelt, besteht nicht nur die Möglichkeit, dass es sich entwickelt, aber selbst die dazu führenden Krankheitsbilder sollten vermieden, beachtet und/oder behandelt werden.

Um ein Burn-out zu vermieden sollte mensch sich auf folgende Symptome achten:

Symptome des Burnout-Syndroms

  1. Emotionale Erschöpfung (...): Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermäßigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). (...). Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos, müde und matt. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar.
  2. Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Mitmenschen (...) her. Das äußert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung diesen gegenüber und die Arbeit wird zur unpersönlichen Routine.
  3. Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr. (...). Darunter leidet der Glaube an den Sinn der eigenen Tätigkeit[2]

Beim Verdacht eines Burn-outs sollte mensch sich rasch an seine/ihre Mitmenschen wenden, seien dies Familie, Freunde, andere Aktivist*innen oder direkt an eine*n Expert*in, denn Burn-out kann von zu Arbeitsunfähigkeit bis zu Suizid führen.

Bemerkt mensch die Symptome vom Burn-out-Syndrom bei anderen Aktivist*innen, ist es empfehlenswert sie darauf anzusprechen, um sich gut über ihr Befinden zu informieren.

So kannst du dich schützen

Ressourcen

Beispiele für Quellen mentaler Energie [3]

  • Aufmerksamkeit auf klare Ziele lenken
  • Seine Werte kennen und leben
  • Höflichkeit kultivieren
  • Sich auf Wesentliches konzentrieren
  • Sich in gute Stimmung versetzten
  • Für Neues offen sein
  • Emotional Probleme rasch überwinden
  • Ängste, Neid, Wut und Frust abbauen
  • Wertvolles Mitglied eines Teams sein
  • Für Mitmenschen Wichtiges tun
  • Stärken und Talente einsetzen
  • Hobbys aufbauen und pflegen
  • Auf Unvorhergesehenes vorbereitet sein
  • Langfristige Perspektiven aufbauen
  • Fähigkeiten zur Problemlösung trainieren
  • Auch "dicke Bretter bohren"
  • Sinn der eigenen Arbeit kennen
  • Beitrag zur Gemeinschaft leisten
  • Häufig Feedback einholen
  • Selbstfürsorge ernst nehmen

Belastungen

Beispiele für Verbraucher mentaler Energie: [4]

  • Sich verzetteln, viele Dinge anfangen
  • Es allen recht machen wollen
  • Gedanken nicht ablegen (post nicht öffnen)
  • Nicht wissen, was man will
  • Über Belastungen zu lange grübeln
  • Überempfindlich und eitel sein
  • Alles abwerten, zynisch sein
  • Sich als Opfer fühlen, Andere anklagen
  • Sich ständig mit anderen Vergleichen
  • Falsche Vorbilder haben
  • Auf Lob und Anerkennung warten
  • In der "Komfort-Zone" verharren
  • Vorwiegend kurzfristig /reaktiv) denken
  • Sich ständig ablenken lassen (Smartphone)
  • In der Vergangenheit leben
  • Meist über Oberflächliches reden
  • Keine Eigeninitiative entwickeln
  • Freundschaften vernachlässigen
  • Sich für andere nicht Interessieren
  • Sich mit Medien (Fernsehen, Internet) betäuben


Hier bekommst du Hilfe


Falls du dich oder andere Menschen in deinem Umfeld bemerkst, denen es nicht so gut geht hilft häufig ein Gespräch. Du kannst dich bei der folgenden Mailadresse melden, wenn du gerne über etwas reden würdest, auch wenn es noch so banal erscheint. Häufig sind es viele Kleinigkeiten die den grossen Mist ausmachen.


careteam@climatestrike.ch


Resilienz - psychische Wiederstandsfähigkeit


Persönliche Geschichten


Fussnoten

  1. Wikipedia. Stress beim Menschen. Abgerufen am 6 Januar von https://de.wikipedia.org/wiki/Stress#Stress_beim_Menschen
  2. Wikipedia. Symptome. Abgerufen am 6 Januar von https://de.wikipedia.org/wiki/Burn-out
  3. aus persönlichen Dokumenten zur Thematik Burnout, erhalten von der Perspektive Thurgau
  4. Aus persönlichen Dokumenten zur Thematik Burnout, erhalten von der Perspektive Thurgau