Nationale Forderungen

Aus Klimastreik Schweiz
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Nationale Forderungen bezeichnen jene Forderungen, welche sich die gesamte Bewegung "Klimastreik Schweiz" an ihren nationalen Plenarversammlungen (National Meetings) im Konsens gibt. Die aktuell bindenden Forderungen sind jeweils auf der Internetseite climatestrike.ch/ueber-uns/ abrufbar. Seit dem Zweiten Nationalen Treffen lauten sie wie folgt:

  • Wir fordern, dass die Schweiz den nationalen Klimanotstand ausruft: “Die Schweiz erkennt die Klimakatastrophe als zu bewältigende Krise an. Sie hat folglich auf diese Krise zu reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber zu informieren.”
  • Wir fordern, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto 0 Treibhausgasemissionen ohne Einplanung von Kompensationstechnologien hat.
  • Wir fordern Klimagerechtigkeit.

Falls diesen Forderungen im aktuellen System nicht nachgekommen werden kann, braucht es einen Systemwandel.

Ausformulierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um gegenüber Medien präzisere Antworten geben zu können, hat die SubWG Media Relations & Press (WG Communication) folgende Ausformulierung beschlossen, welche bis anhin nicht demokratisch legitimiert wurde:

  1. Wir fordern, dass die Schweiz den *nationalen Klimanotstand* ausruft: Die Schweiz anerkennt die Klimakatastrophe als zu bewältigende Krise; sie hat auf die Krise angemessen zu reagieren und muss sich klar hinter das Pariser Abkommen stellen. Sie muss die Gesellschaft transparent über Ursachen und Folgen der Krise informieren und aufzeigen, welche Veränderungen für unser aller Überleben im Verkehrs-, Energie-, und Ernährungssystem nötig sind.
  2. Die Schweiz muss *Klimaneutralität* bis 2030 erreichen: Der Ausstoss von Treibhausgasen darf nicht grösser sein als die natürliche Aufnahmefähigkeit, z.b. durch Wälder oder Gewässer. Dies ergibt netto 0 Treibhausgasemissionen im Inland, ohne Einplanung von Kompensationstechnologien. Erreichbar ist das nur, wenn wir zur Energiegewinnung auf Kohle, Erdöl, und Gas verzichten.
  3. Wir fordern *Klimagerechtigkeit*: Die Hauptverantwortlichen der Klimakrise müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Staaten und Regionen, aber auch Grosskonzerne und Banken, die bisher sehr viel von der Umweltzerstörung profitiert haben, stehen jetzt in der Pflicht zu handeln. Die sozialen Ungleichheiten dürfen nicht vergrössert werden.

Falls diesen Forderungen im aktuellen System nicht nachgekommen werden kann, braucht es einen Systemwandel.

Umsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forderung 1: Klimanotstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kantone und Städte

  • Das Parlament des Kt. Freiburg beschliesst eine Resolution zur Unterstützung der Klimastreiks, ohne das Wort "Klimanotstand", anfangs Februar 2019[1]
  • Ausrufung durch das Parlament des Kantons Basel-Stadt am 20. Februar 2019[2]
  • Ausrufung in Liestal im Februar 2019[3]
  • Ausrufung in Olten im März 2019[4]
  • Ausrufung im Kanton Jura, 27. März 2019[5]
  • Ausrufung im Kanton Waadt, März 2019[6]
  • Ausrufung im Kanton Zürich, 13. Mai 2019[7][8][9]

Auf nationaler Ebene wurden parlamentarische Vorstösse eingereicht: Link (Suche mit den Wörtern Klimanotstand, Klimagerechtigkeit, Klimagerechtigkeit)

Zusammenstellung von Greenpeace für die Schweiz: Link

International: Liste Ausrufung in anderen Staaten: Link

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]