Flugstreik

Aus Klimastreik Schweiz
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Logo des Flugstreiks.

Der Flugstreik ist eine Kampagne, die Menschen dazu auffordert, im Jahr 2020 nicht zu fliegen. Sie wurde 2019 von Klimaaktivist*innen aus der Schweiz und Deutschland gestartet. Unterdessen ist sie auch in der Westschweiz vertreten. Einschreiben kann mensch sich auf der Website.

Ziele

"schissiJet - why?" mit den Farben von EasyJet. Bern Klimastreikdemo Helvetiaplatz, 24. Mai 2019
"Züge statt Flüge"

Um das 1,5-Grad-Klimaziel zu erreichen, müssen sich die Menschen an ihr CO2 Budget halten. Dies ist nicht mit Fliegen vereinbar. Möglichst viele Menschen sollen 2020 auf dem Boden bleiben und damit ein gesellschaftliches Umdenken auslösen. Um den ökologischen Kollaps zu verhindern, muss unsere Gesellschaft Mobilität umdenken. Als klimaschädlichster Faktor des Personenverkehrs muss der Flugverkehr sofort eingeschränkt werden. Der Flugverkehr hat erwiesenermassen einen grossen Einfluss auf den Klimawandel, obwohl nur eine kleine privilegierte Oberschicht der Weltbevölkerung überhaupt schon einmal ein Flugzeug von innen gesehen hat. Die Entscheidung nicht zu fliegen, soll nicht nur direkte Auswirkungen haben auf die CO2 Emissionen der Streikenden, sondern auch ein starkes Signal an die Politik senden.[1]

Entstehung

Die Idee für eine Flugstreik-Kampagne entstand beim Klimastreik Zürich als man sich überlegte, eine grosse Aktion im Flughafen durchzuführen. Die Gruppe des Klimastreiks, welche sich mit dieser Idee beschäftigten, schlossen sich bald mit der Bewegung Extinction Rebellion und der deutschen Kampagne #bodenständig zusammen. Gemeinsam starteten sie den Flugstreik.

Politische Ideen [1]

Streichen der Privilegien für die Luftfahrtindustrie

Durch massive Subventionen des Staates für Fluggesellschaften, Flughäfen und Flugzeugbauer können die Tickets erst so günstig angeboten werden. Deshalb fordern wir, dass diese Wettbewerbsverzerrung beendet wird und der Staat stattdessen emissionsärmere Transportalternativen, wie die Bahn, unterstützt.

Besteuerung von Flugfahrten

Seit dem Jahr 2003 können die Mitgliedsstaaten der EU eine Steuer auf die Brennstoffe von Flugzeugen erheben. Bis dato ist die Kerosinsteuer allerdings nur von den Niederlanden und von Norwegen umgesetzt worden. Durch die Steuereinnahmen können den Umweltauswirkungen durch Emissionen entgegnet und der Klimawandel bekämpft werden.

Einbindung der Flugemissionen in die nationalen ökologischen Bilanzen

Bisher erfolgt die Bilanzierung der nationalen CO2-Emissionen ohne Betrachtung der Flugemissionen. Da für die massiven Emissionen im Flugverkehr die Einwohner und die fehlerhafte Umweltpolitik jedes Landes verantwortlich sind, fordern wir eine entsprechende Miteinberechnung des Flugverkehres für eine unverfälschte Ökobilanz.

Einsatz gegen den Bau und Ausbau der Flug-Infrastruktur

Der ständig steigende Flugverkehr hat nicht nur starken Einfluss auf die Erderwärmung, durch den Neu- und Ausbau der Flughäfen entsteht auch eine soziale Beeinträchtigung der Anwohner*innen und sonstiger Betroffener. Die Politiker*innen der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz sollen Maßnahmen gegen den Neu- und weiteren Ausbau von Flughäfen treffen und sich von weiteren Förderungen zugunsten eines erhöhten Flugverkehrs abwenden.

Verbot von Anreizen für das Fliegen

Durch Marketing-Strategien, wie beispielsweise Werbung oder Vielfliegerprogramme, wird der Bürger zum Fliegen animiert. Deshalb fordern wir eine starke Einschränkung von Werbung für Flugreisen und Vielfliegerprogramme im Inlandsverkehr.

Festlegung von Emissionsraten für Flugzeuge

Wir fordern die Einführung von Emissionsstandards für Flugzeuge, wie sie in ähnlicher Weise bereits seit Jahren bei der Autoflotte besteht. Damit soll die Effizienzsteigerung von Flugzeugen politisch eingefordert und die Luftqualität in Flugplatznähe sowie global verbessert und in die richtige Richtung gelenkt werden.

Aktionen

Am 13. Juli 2019 fand die Kick-Off Aktion im Zürcher Flughafen Kloten statt. Die Aktion bestand aus einem Die-In, welches vom Bündner Musiker Linard Bardill gesanglich begleitet wurde, und einem anschliessenden Demonstrationszug durch den Flughafen zum Bahnhof. Es nahmen rund 100 Menschen daran Teil, und es wurde online von vielen Zeitungen darüber berichtet. Die Aktion war nicht bewilligt, verlief aber friedlich. Die Flughafenpolizei tolerierte die Aktion.

Weitere Aktionen sind vorgesehen.


Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 https://flugstreik.earth
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Allgemeine Kontaktaufnahme flugstreik@climatestrike.ch
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