FAQ

Aus Klimastreik Schweiz
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Hier werden häufig gestellte Fragen jeglicher Art möglichst knapp thematisiert und auf weitergehende Artikel verlinkt. Davon zu unterscheiden ist das Glossar, welches Begriffe erklärt.

Mitarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ich kann eh nix. Könnt ihr mich überhaupt brauchen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selbstverständlich, alle sind willkommen! Jede*r kann etwas und kann auf eigene Art in unserer Bewegung mitwirken. Jede Unterstützung zählt und alle Menschen sind herzlich willkommen bei der Klimabewegung mitzuwirken!

Ich bin noch nicht 18 / nicht stimmberechtigt. Darf ich trotzdem dabei sein?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klima-Bewegung ist generationsübergreifend. An den Demos und Streiks nehmen Menschen jeden Alters teil. Diversität ist uns wichtig und für das Thema "Klima" einsetzen darf und soll sich jede*r. Alle, die diese Welt zu einer besseren, klimafreundlicheren verändern wollen, sind willkommen.

Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich so viel fliege. Darf ich trotzdem dabei sein?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natürlich darfst du. Individuelles Verhalten ist wichtig, doch entscheidend ist der politische und gesellschaftliche Rahmen. Mit dem Teilnehmen an unserer Bewegung setzt du ein Zeichen um diesen zu verändern. Wir als Bewegung wollen so gut wie möglich einen nachhaltigen Lebensstil leben und pflegen, weil wir uns eine bessere Welt wünschen und auf dieses Ziel hinarbeiten wollen. In deinen Handlungen als Individuum hast du aber natürlich trotzdem volle Entscheidungsfreiheit.

Wie finde ich heraus, wo ich mitarbeiten kann?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Neueinsteiger*innen findest du Hilfe für den Einstieg in die Bewegung.

Wo finde ich Ansprechpersonen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei allgemeinen Fragen schreib in den Chat deiner Region oder persönlich an einen der Administratoren, die helfen dir gerne weiter. Bei Themenspezifischen Fragen such den Wiki Artikel der entsprechenden AG oder UAG dort sind häufig Kontaktdaten hinterlegt. Oder frag hier im FAQ.

Ich möchte fürs Wiki schreiben. Wie?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Leuten wie dir lebt das Wiki! Das Mitschreiben steht allen offen und ist ganz einfach. Im Wiki-Kodex kannst du nachlesen, nach welchen inhaltlichen, formalen und ethischen Grundsätzen Artikel im Wiki verfasst werden. Die Wiki-Anleitung hilft dir beim Erstellen und Bearbeiten von Artikeln. Mit der Wiki-Checklist hast du eine ganz kurze Liste der wichtigsten Punkte zur Erinnerung. Artikel sind nie vollständig, mach dir deswegen keinen Kopf. Umso wichtiger ist es aber, dass jemensch den Anfang macht. Zögere also nicht, einen neuen Artikel zu beginnen.

Ich habe eine Idee für ein Projekt. Wie kann ich sie umsetzen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Strukturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer ist eure Chefin / euer Chef?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In unserer Bewegung gibt es keine Chefs oder generell höher gestellte Individuen. Wir streben eine Organisation mit flachen Hierarchien an. Das bedeutet, dass alle Menschen gleich viel Entscheidungsmacht besitzen sollen und das Recht haben, sich gegen Vorschläge zu äussern. Diese Struktur hat zum Vorteil, dass die Bewegung nicht auf einzelnen Menschen lastet oder von ihnen abhängig ist. Der Inhalt und die Forderungen sollen das Wichtige sein und nicht ein persönliches Gesicht. Auch erleichtert das Fehlen von hierarchischen Strukturen einen ungezwungenen und gerechten Umgang zwischen allen.

Welche Plattformen benutzt ihr?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir benutzen zum schnellen Informationsaustausch über laufende Projekte hauptsächlich Telegram und Whatsapp. Nationale Koordination funktioniert über Discord. Um die Öffentlichkeit auf dem neusten Stand zu halten, benutzen wir hauptsächlich Instagram. Links zu den Organisationschats der Regionen sind auf der Webseite verlinkt.

Wie werden Entscheidungen getroffen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Hauptartikel: Konsensprinzip)

Wir treffen unsere Entscheidungen nach dem Konsensprinzip. Es wird eine 100% Zustimmung aller Beteiligten erfordert, damit ein Vorschlag angenommen wird. Die höchste Instanz ist das nationale Plenum.

Wie wurden die Forderungen beschlossen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am ersten nationalen Treffen vom 30.12.18 fanden sich rund 150 Menschen aus der ganzen Schweiz zusammen. Es wurden diverse Entscheidungen getroffen, unter anderem konnten die ersten Forderungen festgelegt werden. Die Forderungen: Klimanotstand und Netto Null Treibhausgasemissionen bis 2030 wurden vom Plenum im Konsens angenommen. So auch das Ultimatum: Falls diesen Forderungen im aktuellen System nicht nachgekommen werden kann, braucht es einen Systemwandel.

Am zweiten nationalen Treffen kam die Forderung der Klimagerichtigkeit hinzu, diese wurde von 300 Personen im Konsens angenommen.

Gibt es eine Strategie hinter der Bewegung?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschlüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitet ihr mit Parteien und anderen Organisationen zusammen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir richten uns nach dem One-Side-Support-Prinzip. Das heisst, wir nehmen gerne Unterstützung an, geben diese umgekehrt aber nicht zurück. Auch ist der Klimastreik keine Plattform für Parteien oder Organisationen. Der Klimastreik ist unabhängig.

Erfahrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie geht man mit Störer*innen und Trolls um?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie organisiere ich eine Demo?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie leite ich eine Sitzung?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaue unter Sitzungsorganisation nach.

Wissen und Diskurs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kann das kleine Land Schweiz überhaupt etwas bewirken?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweiz ist flächenmässig ein kleines Land, doch umgerechnet verbrauchen wir deutlich mehr Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Wir leben über die Verhältnisse. Hätten alle Menschen einen so hohen CO2-Ausstoss pro Kopf, wäre dies verheerend. Der Erden geht es nur nicht schlechter, weil die meisten Menschen auf der Welt bescheidener leben als wir.

Die Schweiz ist ein bedeutender Finanzplatz. Schweizer Banken, Versicherungen und Pensionskassen etc. verursachen durch ihre Investitionen einen über 20mal so hohen CO2-Ausstoss wie die Schweizer Bevölkerung und Industrie. Obwohl die Schweiz ein kleines Land ist, hat unsere Klimapolitik global einen grossen Einfluss.

Zudem ist die Schweiz ein reiches Land mit gutem Bildungssystem und hat als solches optimale Voraussetzungen, um eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Klimakrise zu übernehmen und damit anderen Ländern einen möglichen Weg zu zeigen.

Kann ich als Individuum etwas bewirken?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individuelles Verhalten ist wichtig, doch entscheidend ist der politische und gesellschaftliche Rahmen. Diesen gilt es zu verändern.

Wie viel Einfluss hat mein Konsumverhalten?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Macht liegt nicht beim einzelnen Menschen als Konsument, sondern im gemeinsamen politischen Handeln. Viele Prozesse sind so kompliziert, dass sie durch unsere Entscheidung, was wir konsumieren, gar nicht beeinflusst werden können. Auch gibt die Wirtschaft viel Geld aus für Werbung und macht uns damit Dinge schmackhaft, die wir gar nicht unbedingt brauchen. Als Konsument entscheiden wir also nicht unabhängig. Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, den eigenen Konsum zu hinterfragen. Weniger kaufen und stattdessen leihen oder tauschen. Und wenn kaufen, dann die ökologischere Möglichkeit wählen.

Wieso Netto Null bis 2030? Ist das überhaupt möglich?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Netto null Treibhausgasemissionen in der Schweiz bis 2030 ist in der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit ein ambitioniertes Ziel. Die Wissenschaft zeigt aber übereinstimmend, dass unverzüglich ein umfassender Wandel nötig ist, um die globale Erwärmung auf ein erträgliches Mass zu begrenzen.. Die politische und gesellschaftliche Realität ist verhandelbar. Die Naturgesetzt sind es nicht. Daraus ist ersichtlich, dass die Frage nach der Umsetzbarkeit des Ziels "netto null 2030" überflüssig ist. Wir müssen alles versuchen, um das Ziel nett null 2030 zu erreichen. Eine andere Wahl, als ehrgeizige Massnahmen zu treffen, haben wir nicht, da der gegenwärtige Kurs in eine Katastrophe führen wird.

Laut dem IPCC müssen die globalen CO2-Emissionen um 2050 netto null erreichen, um die globale Erwärmung auf 1.5° C oder weniger zu begrenzen. Realistischerweise müssen die wohlhabenderen Länder den Wandel schneller durchführen als die Länder des globalen Südens. Insbesondere der reichen Schweiz mit ihrem hohen Bildungsniveau kommt eine Vorreiterrolle zu. Daraus ergibt sich für die Schweiz die Forderung nach netto null 2030. Beachte dazu auch die Frage in diesem FAQ zur Klimagerechtigkeit sowie den entsprechenden Artikel.

Tatsächlich existieren schon viele Lösungen, um unser Leben THG-neutral zu gestalten. Viele konnten sich aber noch nicht durchsetzten, unteranderem weil fossile Energieträger immer noch sehr preiswert sind.

Wieso Klimagerechtigkeit?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Hauptartikel: Klimagerechtigkeit)

Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Die Auswirkungen des Klimawandels treffen die Schwächsten der Gesellschaft stärker. Die soziale Ungleichheit wir dadurch erhöht. Die sozialen Auswirkungen der Massnahmen gegen die Klimakrise müssen beachtet werden. Klimapolitik darf nicht auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Jene, die die Klimakrise verursacht haben, sind oftmals nicht jene, die am stärksten darunter leiden. Die Hauptverursacher, wie die industrialisierten Staaten, Grosskonzerne und Banken, müssen deshalb zur Verantwortung gezogen werden. Auch gegenüber zukünftigen Generationen tragen wir eine Verantwortung. Unsere Kinder haben ein Recht auf einen lebenswerten Planeten. Klimagerechtigkeit ist eine der Forderungen von Klimastreik Schweiz.

Was bringt der Klimanotstand?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Was heisst "Klimakrise"?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Klimakrise bezeichnen wir den Klimawandel und seine dramatischen Auswirkungen. Wir müssen vom Begriff “Klimawandel” wegkommen, weil dieser zu positiv besetzt ist. Ein Wandel bezeichnet oft eine Veränderung hin zum Guten. Dies wird der Situation, in der wir uns im Moment befinden, nicht gerecht: Es handelt sich um eine existenzbedrohende Krise. Von der Politik fordern wir, dass die Klimakrise als solche behandelt wird. Folglich muss die Schweiz die Gesellschaft transparent über Ursachen und Folgen der Krise informieren. Es muss aufgezeigt werden, welche Veränderungen für unser aller Überleben im Verkehrs-, Energie-, und Ernährungssystem nötig sind.

Wieso ein Streik?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gegenwärtige Kurs führt in die Katastrophe. Deshalb müssen wir Widerstand leisten und unsere Gesellschaft grundsätzlich hinterfragen. Indem wir gesellschaftlich anerkannte Grenzen überschreiten – nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen – durchbrechen wir den Alltag der Menschen. Damit rütteln wir die Leute wach. Der Streik ist nicht gegen Schulen oder Arbeitgeber*innen gerichtet. Er ist ein Mittel, um der Klimakrise die nötige Aufmerksamkeit zu schaffen.

Was meint ihr mit Systemwandel?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Das Thema "Systemwandel" wird in der Bewegung sehr kontrovers diskutiert.)

Der Systemwandel ist eine bedingte Forderung des Klimastreiks: Wir fordern den Systemwandel nur, wenn die anderen Forderungen im aktuellen System nicht erfüllt werden können.